Arduventure on Arduboy – Zelda in der Tasche

Der Zelda-Klon für die Hosentasche – Arduventure auf dem Arduboy (Bild: kickstarter/ © Kevin Bates)

Das Arduventure auf dem Arduboy dürfte jeden alteingesessenen Zelda-Fan glücklich machen. Endlich wieder zurück in die gute, alte 8-bit Zeit, wo die Welt noch schwarz/weiß, das Gute gut und das Böse mit ein paar Knopfdrücken zu besiegen war. Und das Beste ist: es passt in die Hosentasche.

Der Arduboy, auf dem das Arduventure läuft ist kein Unbekannter. Dieses kleine Handheld auf Arduino-Basis wurde 2015 erfolgreich gefundet und auch tatsächlich ausgeliefert. Der Umstand, dass man ihn aktuell sogar noch kaufen kann,  sollte also für das Projekt sprechen.

Aber zurück zum Arduventure. Hierbei handelt es sich um ein waschechtes, klassisches RPG, welches stark an Zelda: Link’s Awakening erinnert. Jedoch wurde keine 1:1-Umsetzung gemacht. Weise, denn die Rechtsabteilung von Nintendo ist ja bekanntlich gut besetzt und nicht durch einen Special-Move auszuschalten.

3072² Arduventure

Bei gerade mal 32kb Speicher haben die Entwickler es geschafft, die 2560×2048 Landschaftsteile von Zelda deutlich zu übertreffen. Mit 3072×3072 Landschaftsfelder gibt es ein ganzes Stück mehr zu erkunden.

Ein entsprechend „aufwendiger“ Soundtrack darf natürlich auch nicht fehlen. Ok, Symphonie-Orchester ist das nicht. Aber die Atmosphäre stimmt. Wobei, gut, dass man die auch ausdrehen kann.

Die Story ist klassisch. Man muss 4 Teile eines lange verlorenen magischen Schwertes finden und dann den Bösewichten die Rübe kürzen. Nicht sonderlich innovativ. Aber ich denke, Spaß wird es trotzdem machen.

Das Gameplay ist dann auch keine Überraschung. Man läuft durch die Gegend, redet mit Leuten und freut sich auf rundenbasierte Kämpfe.

Da kommen doch Retro-Gefühle auf (Bild: kickstarter/ © Kevin Bates)

Harte Fakten

Man kann sich jetzt fragen, ob wir es hier mit einem Software oder mit einem Hardware-Projekt zu tun haben. Die Antwort lautet: beides. Damit man das Arduventure spielen kann braucht man natürlich ein entsprechendes Handheld. Der oben schon erwähnte Arduboy wird hierfür als Sonderedition mit schwarzem PCB für 49$ angeboten.

Wer ein paar Euro sparen möchte kann sich natürlich auch den klassischen weißen Arduboy für 39$ holen. Natürlich alles immer mit den entsprechenden Nebenkosten.

Wer schon einen Arduboy besitzt braucht nur 10$ ausgeben und bekommt neben dem Download des Arduventures noch eine Stoffpuppe des Hauptprotagonisten, die gleichzeitig auch als Tasche für den Arduboydienen kann.

Ein wenig schade, dass man den Download nicht komplett solo backen kann. Die Puppe braucht man nicht wirklich und selbige verursacht nur unnötige Versandkosten. Wer jedoch Geduld hat kann vielleicht noch ein paar Monate warten. Es ist durchaus möglich, dass das Arduventure irgendwann auch als Open Source gratis zu haben ist. Aber damit wollen die Entwickler sich noch ein ganzes Stück Zeit lassen. Die Entwicklung muss sich ja irgendwie auch rentieren.

Klein und handlich – der Arduboy (Bild: kickstarter/ © Kevin Bates)

Machts der Makerbuino?

Beim Thema Arduino-Handheld dürften fleißige MIY-Leser sicherlich sofort an den Makerbuino gedacht haben, oder? Sicherlich hat der eine oder andere von Euch sich an dieses Projekt gewagt und fragt sich, ob er das Arduventure auch auf dem Makerbuino spielen kann. Eine wirklich gute Frage.

Auch wenn Prozessor, Speicher-Ausstattung und Betriebssystem ähnlich sind, dürfte das Arduventure auf dem Makerbuino nicht ohne Anpassungen zum Laufen zu bringen sein. Zum einen hat der Arduboy 0,5 kb Ram mehr, zum anderen unterscheidet sich die Auflösung der beiden Geräte. Der Arduboy löst mit 128×64 Pixeln auf. Makerbuino schafft nur 84×48. Ob der Spielspaß bei einem Downscaling noch erhalten bleib wage ich zu bezweifeln.

Leider hat der Makerbuino eine zu kleine Auflösung, um direkt das Arduventure abspielen zu können (Bild: www.miy.de | O.Thiele)

So müssen sich interessierte Makerbuino-Fans also am besten noch einen Arduboy anschaffen. Naja, so klein, wie der ist, sollte man den zuhause noch unter bekommen.

Das Risiko der Kampagne halte ich für überschaubar. Der Unterschied des Arduventure Arduboys zur normalen Ausgabe liegt lediglich in der Farbe. Hardware muss also nicht mehr neu entwickelt werden. Der Liefertermin Januar 2018 ist natürlich sportlich gewählt. Ich denke aber, dass wir hier nicht mit allzu viel Verzug rechnen müssen.

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